Vitamin E (Alpha-Tocopherol)

Kategorie Laboruntersuchung
Stand20.02.2009
Abrechenbarkeit EBM
ErbringerEigenleistung
MethodeHPLC
Material1,0 ml Serum oder Plasma (lichtgeschützt)
Indikation
Bestimmung im Rahmen des Antioxidantienstatus, besonders bei verminderter ACL, Zuständen mit stark erhöhter oxidativer Belastung, hämolytische Anämien unklarer Genese, z. B. bei Früh- und Neugeborenen, Malabsorption, Hypo- und Abetalipoproteinämie
Referenzbereich
3,0 - 9,0 mg/l (1 - 12 Jahre)
6,0 - 10,0 mg/l (13 - 19 Jahre)
5,5 - 18 mg/l (Erwachsene)
Interpretation
Erniedrigt bei Fettresorptionsstörungen und bei erhöhtem Bedarf (oxidativer Stress).
Zusatzinformation
Hintergrund
Vitamin E ist ein fettlösliches Vitamin mit antioxidativer Wirkung (kettenbrechendes Antioxidans) sowie nicht-antioxidativen Eigenschaften aufgrund transkriptionaler, posttranskriptionaler und membranstabilisierender Funktionen. Ihm werden immunmodulatorische, antiinflammatorische, antithrombotische, antiatherogene und neuroprotektive Effekte zugeschrieben. Als Antioxidans wird Vitamin E selbst oxidiert und durch Ascorbinsäure (Vitamin C) wieder reduziert. Dadurch trägt es zur funktionellen Integrität zellulärer Membranen und zum Schutz der dort gebundenen Enzyme und Makromoleküle bei. Es besteht ein enger Synergismus zwischen Vitamin E und Selen derart, dass Vitamin E den Verbrauch von Selen senkt bzw. bestimmte Vitamin E-Mangelsymptome durch die Gabe von Selen therapiert werden können. Vitamin E wird vorwiegend in der Leber und im Fettgewebe gespeichert. Im Plasma ist es an Lipoproteine (Chylomikronen, VLDL, LDL (60 %), HDL) gebunden.
 
Klinische Bedeutung
Klinisch führt ein Vitamin E-Mangel aufgrund der erhöhten Anfälligkeit der Erythrozytenmembran gegenüber oxidativen Prozessen zur Hämolyse. Bei lang andauerndem Vitamin-Mangel kann es zu neurologischen Dysfunktionen und neuromuskulärer Degeneration kommen.
Eine Mangelversorgung kann auftreten bei Malabsorption, längerer parenteraler Ernährung, erhöhtem Verbrauch durch oxidative Belastung, untergewichtigen Neugeborenen, Mukoviszidose, Hypo- und Abetalipoproteinämie.
AnhängeDownload.png Ringversuchszertifikat Januar 2016.pdf
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