Immunglobulin A (IgA), sekretorisch

Kategorie Laboruntersuchung
Stand19.05.2017
Abrechenbarkeit EBM
ErbringerWeiterleitung
MethodeRID, DID
Material1,0 ml Speichel, 1 g Stuhl
IndikationV. a. kompletten IgA-Mangel
AbnahmeBitte Spezialgefäß anfordern (Salivette)
Referenzbereich
Speichel: 8,7 - 47 mg/dl
Stuhl:      6 - 70 mg/dl
Zusatzinformation
Hintergrund
Das in den Schleimhäuten gebildete sekretorische IgA (sIgA) liegt als Dimer vor und besitzt ein zusätzliches Glykoprotein, das dem Transport zur Schleimhautoberfläche dient und vor proteolytischem Abbau schützt. Die wesentlichen Aufgaben des sIgA bestehen in der Bindung von Mikroorganismen auf den Schleimhäuten und die Aktivierung von Entzündungsreaktionen. Das sIgA wird unabhängig vom Serum-IgA gebildet. Ein Mangel an sIgA führt zu gehäuften sinopulmonalen und Harnwegsinfektionen, Atopien und Autoimmunerkrankungen.
 
Bewertung
Die Konzentration des Serum-IgA lässt nicht unmittelbar auf die des sIgA schließen. Daher sollte bei Verdacht auf einen IgA-Mangel (siehe unter "Immunglobulin A") stets auch eine Bestimmung des sIgA erfolgen. Im Säuglings- und Kleinkindesalter kann IgA im Serum fehlen, obwohl sIgA im Speichel schon vorhanden ist.