Osmolalität im Urin

Kategorie Laboruntersuchung
Stand20.02.2009
Abrechenbarkeit EBM
ErbringerEigenleistung
MethodeKryoskopisch
Material2,0 ml Spontanurin
Indikation
Abklärung einer Polyurie, Beurteilung des renalen Konzentrationsvermögens (ohne Niereninsuffizienz)
Referenzbereich
50 - 1.200 mosmol/kg H2O
Interpretation
Zur Diagnostik des Diabetes insipidus siehe Durstversuch.
Beim Schwartz-Bartter-Syndrom (SIADH) findet sich eine inadäquat hohe Urinosmolalität.
Zusatzinformation
Hintergrund
Die Bestimmung der Osmolalität im Urin dient der Differenzierung von Hyponatriämien, ferner im Durstversuch zur Ermittlung der Konzentrationsfähigkeit der Nieren bei Polyurie-Polydipsie ohne Niereninsuffizienz.
 
Bewertung
Hyponatriämien
Eine gegenüber der Serumosmolalität inadäquat hohe Urinosmolalität findet sich bei inadäquater ADH-Sekretion (sog. Schwartz-Bartter-Syndrom) und bei erhöhter ADH-Sekretion durch nicht-osmotische Stimuli, Stress, Schmerz, Fieber, verschiedene Medikamente und Drogen.
 
Durstversuch
Das Konzentrationsvermögen der Niere ist vermindert bei Diabetes insipidus renalis (Tubulusschädigung) und centralis (ADH-Mangel), nicht hingegen bei psychogener Polydipsie.
AnhängeDownload.png Ringversuchszertifikat Februar 2016.pdf
Download.png Ringversuchszertifikat Juli 2016.pdf
Download.png Ringversuchszertifikat Februar 2017.pdf
Download.png Ringversuchszertifikat Juli 2017.pdf