Malondialdehyd (MDA)

Kategorie Laboruntersuchung
Stand14.09.2016
Abrechenbarkeit EBM
ErbringerEigenleistung
MethodeHPLC
Material1,0 ml EDTA-Plasma (tiefgefroren)
Indikation
Marker für oxidativen Stress
Referenzbereich
0,36 - 1,24 µmol/l
Interpretation
> 1,25 µmol/l  erhöhte Lipidperoxidation (erhöhtes                                                 
               Atheroskleroserisiko)
Kurzinformation
MDA = Endprodukt der Lipidperoxidation
Zusatzinformation
Hintergrund
Malondialdehyd (MDA) ist ein hochreaktives Dialdehyd, das endogen infolge oxidativer Veränderungen von mehrfach ungesättigten Fettsäuren durch reaktive Sauerstoffmetaboliten als Nebenprodukt entsteht. Es stellt somit ein Endprodukt der Lipidperoxidation dar. MDA ist kurzlebig und wird innerhalb von Tagen vom Körper eliminiert bzw. ausgeschieden. Ein Übermaß an Lipidperoxiden wird mit dem natürlichen Alterungsprozess sowie mit verschiedenen Krankheitsbildern (z. B. Atherosklerose, Autoimmunerkrankungen, Karzinomen oder neuro-degenerativen Erkrankungen) assoziiert.
 
Bewertung
Ein erhöhter MDA-Spiegel weist auf eine gestörte antioxidative Homöostase bzw. eine erhöhte oxidative Belastung hin. Er kann ferner der Verlaufskontrolle bei Gabe von Antioxidantien dienen.