Magnesium im Serum/Plasma

Mg

Kategorie Laboruntersuchung
Stand17.10.2014
Abrechenbarkeit EBM
ErbringerEigenleistung
MethodeICP-MS
Material
1 ml Plasma in Spezialröhrchen von Sarstedt (LH-Metall-Analytik) oder von BD für Spurenelemente-Bestimmung, alternativ 1 ml Serum, hämolysefrei, kein Trenngel verwenden!
Indikation
Neuromuskuläre Übererregbarkeit aufgrund verschiedenster Ursachen
Referenzbereich
Erwachsene:   0,66 - 1,07 mmol/l
Kinder:       0,70 - 0,86 mmol/l
Neugeborene:  0,62 - 0,91 mmol/l
Interpretation
Erniedrigte Werte bei neuromuskulärer Übererregbarkeit.
Erhöhte Werte bei Nierenversagen und erhöhter Magnesiumzufuhr (Antazida).
Zusatzinformation
Hintergrund
Magnesium (Mg) liegt im Körper vorwiegend im Knochen- und Muskel-gewebe (intrazellulär) und nur zu 1 % im Plasma vor. Es aktiviert zahlreiche Enzyme (z. B. ATPasen) und dämpft als partieller Calcium-Antagonist die Erregbarkeit von Herz-, Gefäß- und Skelettmuskelzellen. Mg wird im gesamten Dünndarm resorbiert und überwiegend renal ausgeschieden. Unter Parathormon- und Aldosteron-Einfluss nimmt die Ausscheidung zu.
 
Bewertung
Hypomagnesiämie (Symptome: oft Herzrhythmusstörungen, erhöhte neuromuskuläre Erregbarkeit, Hypertonus) findet sich bei
  • mangelnder Zufuhr / Resorption: Alkoholismus, Pankreatitis; gastrointestinalen Mg-Verlusten
  • renalen Verlusten: nephrotoxische Pharmaka, forcierte Diurese, nach Operationen, Verbrennungen
  • endokrinen Störungen: Hyperthyreose, Hyper- und Hypoparathyreoidismus, Hyperaldosteronismus, Insulintherapie bei diabetischem Koma
 
Hypermagnesiämie (neuromuskuläre Lähmungen, Koma) findet sich bei Niereninsuffizienz (Anurie), Dehydratation, Morbus Addison, diabetischem Koma, überhöhter Magnesiumzufuhr mit Antazida, Laxantien, Einläufen.
AnhängeDownload.png Ringversuchszertifikat Januar 2016.pdf
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