Lactat im Plasma

Laktat

Kategorie Laboruntersuchung
Stand20.07.2014
Abrechenbarkeit EBM
ErbringerEigenleistung
MethodeUV-Test, Photometrie
Material0,3 ml Plasma aus Fluoridblut
AbnahmeBlutentnahme möglichst aus ungestauter Vene. Bitte auf Gefäß und Begleitschreiben vermerken: „Fluoridplasma“
Referenzbereich
0,5 - 2,2 mmol/l (venöses Plasma)
Interpretation
Erhöht bei Gewebshypoxie: z. B. Leistungssport, Linksherzinsuffizienz, Sepsis, Schock, intraabdominellem Gefäßverschluss, bei Biguanid-behandelten Diabetikern, Vergiftungen.
Kurzinformation
Bei der Glycogenose Typ V findet sich kein adäquater Lactatanstieg im Ischaemietest.
Zusatzinformation
Hintergrund
Lactat entsteht durch anaerobe Glykolyse vor allem in der Muskulatur, in Erythrozyten, Gehirn und Nebennierenmark. Das anfallende Lactat wird teilweise im Myokard abgebaut, teilweise in der Leber und Nierenrinde zur Glukoneogenese verwendet, außerdem renal ausgeschieden. Bei überhöhtem Lactatanfall (z. B. Hypoxie) und/oder gestörter Elimination steigt die Lactatkonzentration im Blut an.
 
Bewertung
  • Erhöht, meist ohne Lactatazidose, bei körperlicher Arbeit, überhöhter Zufuhr von Alkali und Kohlenhydraten in Infusionen, bei hohen Insulingaben, Hyperventilation (kompensatorisch); postoperativ, vor allem bei akuten intraabdominellen Gefäßverschlüssen.
  • Erhöht, oft mit Übergang zur Lactatazidose, bei allgemeiner Hypoxie, Herz-Kreislaufversagen, Schock, Herzinsuffizienz, Alkohol- und anderen Intoxikationen, Biguanid-behandelten Diabetikern; ferner bei bestimmten Enzymdefekten.
  • Die Lactatbildung im Funktionstest nach körperlicher Arbeit ist bei der Mc-Ardle-Krankheit (Glykogenose Typ V) gegenüber dem Anstieg bei Gesunden vermindert.
 
Besondere Entnahme- und Beurteilungskriterien gelten für den Feten unter der Geburt.
AnhängeDownload.png Ringversuchszertifikat Januar 2016.pdf
Download.png Ringversuchszertifikat Juli 2016.pdf
Download.png Ringversuchszertifikat Januar 2017.pdf
Download.png Ringversuchszertifikat Juli 2017.pdf