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Laboruntersuchung
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29.09.2022 |
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Eigenleistung |
UV-Test, Photometrie |
0,5 ml Plasma aus Fluoridblut |
Blutentnahme möglichst aus ungestauter Vene. Bitte auf Gefäß und Begleitschreiben vermerken: „Fluoridplasma“ |
0,5 - 2,2 mmol/l (venöses Plasma) |
Erhöht bei Gewebshypoxie: z. B. Leistungssport, Linksherzinsuffizienz, Sepsis, Schock, intraabdominellem Gefäßverschluss, bei Biguanid-behandelten Diabetikern, Vergiftungen. |
Bei der Glycogenose Typ V findet sich kein adäquater Lactatanstieg im Ischaemietest. |
Hintergrund
Lactat entsteht durch anaerobe Glykolyse vor allem in der Muskulatur, in Erythrozyten, Gehirn und Nebennierenmark. Das anfallende Lactat wird teilweise im Myokard abgebaut, teilweise in der Leber und Nierenrinde zur Glukoneogenese verwendet, außerdem renal ausgeschieden. Bei überhöhtem Lactatanfall (z. B. Hypoxie) und/oder gestörter Elimination steigt die Lactatkonzentration im Blut an.
Bewertung
- Erhöht, meist ohne Lactatazidose, bei körperlicher Arbeit, überhöhter Zufuhr von Alkali und Kohlenhydraten in Infusionen, bei hohen Insulingaben, Hyperventilation (kompensatorisch); postoperativ, vor allem bei akuten intraabdominellen Gefäßverschlüssen.
- Erhöht, oft mit Übergang zur Lactatazidose, bei allgemeiner Hypoxie, Herz-Kreislaufversagen, Schock, Herzinsuffizienz, Alkohol- und anderen Intoxikationen, Biguanid-behandelten Diabetikern; ferner bei bestimmten Enzymdefekten.
- Die Lactatbildung im Funktionstest nach körperlicher Arbeit ist bei der Mc-Ardle-Krankheit (Glykogenose Typ V) gegenüber dem Anstieg bei Gesunden vermindert.
Besondere Entnahme- und Beurteilungskriterien gelten für den Feten unter der Geburt. |
Ringversuchszertifikat Januar 2023.pdf Ringversuchszertifikat Juli 2023.pdf Ringversuchszertifikat Januar 2024.pdf Ringversuchszertifikat Juli 2024.pdf |