Kupfer im Serum/Plasma

Cu

Kategorie Laboruntersuchung
Stand20.05.2020
Abrechenbarkeit EBM
ErbringerEigenleistung
MethodeAAS
Material
1 ml Plasma in Spezialröhrchen von Sarstedt (LH-Metall-Analytik) oder von BD für Spurenelemente-Bestimmung, alternativ 1 ml Serum, hämolysefrei, kein Trenngel verwenden!
Indikation
V. a. Morbus Wilson, Menkes-Syndrom; Erkennung eines Kupfermangels neonatal, bei parenteraler Ernährung; unklare Eisen-refraktäre Anämie mit Neutropenie
Richtwert
Männer:                56 - 111 µg/dl
Frauen
 ohne Hormoneinnahme:  68 - 169 µg/dl
 mit Hormoneinnahme:  100 - 200 µg/dl
Kinder:           siehe Befundbericht
Interpretation
Vermindert bei M. Wilson, beim Menkes-Syndrom, sowie bei nutritivem Kupfermangel im Säuglingsalter.
Erhöhte Werte haben nur geringe diagnostische Aussagekraft und kommen bei Entzündungen, Stress oder Östrogeneinnahme vor.
Kurzinformation
Beim M. Wilson ist das freie Kupfer erhöht, welches bei niedrigem Coeruloplasmin wie folgt berechnet werden kann:
Cu(F)[µg/dl] = Cu(T)[µg/dl] - Cp[mg/l] x 0,30
mit Cu(F) = freies Kupfer, Cp = Coeruloplasmin, Cu(T) = totales, gemessenes Kupfer
Normbereich für freies Kupfer: < 15 µg/dl
Zusatzinformation
Siehe unter Kupfer
AnhängeDownload.png Ringversuchszertifikat März 2019.pdf
Download.png Ringversuchszertifikat März 2020.pdf