Kalium

Kategorie Laboruntersuchung
Stand20.07.2014
Abrechenbarkeit EBM
ErbringerEigenleistung
MethodeISE
Material0,2 ml Serum (hämolysefrei!)
Referenzbereich
3,5 - 5,1 mmol/l
Interpretation
< 2,8 mmol/l neuromuskuläre Symptome, vollständige
             Lähmung auch der Atemmuskulatur, EKG-
             Veränderungen
> 6,2 mmol/l Herzrhythmusstörungen, Schenkelblock,
             aufsteigende Schwächung der Muskulatur bis
             Tetraplegie und Lähmung der Atemmuskulatur
Kurzinformation
Bereits leichte Hämolyse bzw. Vollbluteinsendung können falsch-hohe Werte bewirken.
Zusatzinformation
Hintergrund
Kalium (K) liegt im Körper zu 98 % intrazellulär vor und ist hier als Haupt-Kation 40-fach höher konzentriert als im Extrazellulärraum. Die Kaliumausscheidung erfolgt zu über 90 % renal. Aldosteron und andere Corticoide erhöhen die Kaliumausscheidung.
 
Bewertung
Ursachen für eine Hypokaliämie
  • unzureichende Zufuhr
  • enterale K-Verluste: Diarrhoe, Laxantien, Erbrechen, Fisteln
  • renale K-Verluste: Diuretika, Hyperaldosteronismus, chron. metabolische Azidose, Polyurie bei Nierenversagen
  • K-Einstrom in Intrazellulärraum bei Alkalose
 
Ursachen für eine Hyperkaliämie
  • übermäßige Kaliumzufuhr
  • verminderte renale K-Ausscheidung: akutes Nierenversagen, terminal bei chron. Niereninsuffizienz, K-sparende Diuretika, NNR-Insuffizienz
  • K-Ausstrom aus Intrazellulärraum bei akuter Azidose, akutem Gewebezerfall (Leberzellnekrose), akuter Hämolyse
 
AnhängeDownload.png Ringversuchszertifikat Januar 2017.pdf
Download.png Ringversuchszertifikat Juli 2017.pdf