Immunglobulin G (IgG) im Urin

Kategorie Laboruntersuchung
Stand11.01.2017
Abrechenbarkeit EBM
ErbringerEigenleistung
MethodeNephelometrie
Material5 ml vom 2. Morgenurin
IndikationProteinurie-Differenzierung, Marker für glomeruläre Proteinurie
Referenzbereich
< 10 mg/g Kreatinin
Kurzinformation
Siehe Markerproteinprofil im Urin
Zusatzinformation
Hintergrund
Immunglobulin G mit einem Molekulargewicht um 150 kDa erscheint im Urin bei fortgeschrittenen Glomerulopathien, die bereits zum Verlust der Molekularsiebfunktion geführt haben. Weiterhin kann IgG auch bei tubulo-interstitiellen Entzündungen (postglomerulär) oder Entzündungen der ableitenden Harnwege (postrenal) in den Urin gelangen. Eine IgG-Paraproteinurie entsteht durch monoklonale Gammopathien mit massen-hafter Bildung eines IgG-Paraproteins ("Überlaufproteinurie").
 
Bewertung
Erhöhte IgG-Ausscheidung bei erhöhter Albuminurie zeigt eine nicht-selektiv glomeruläre Proteinurie an, z. B. bei chronisch proliferativer Glomerulonephritis, IgA-Nephritis, SLE, diabetischer Nephropathie, Nierenamyloidose, familiärer Nephrose.
Ein IgG/Albumin-Quotient > 0,20 (bei Albuminausscheidung über 100 mg/l) gilt als Hinweis auf eine postglomeruläre oder postrenale IgG-Ausscheidung.
AnhängeDownload.png Ringversuchszertifikat Oktober 2015.pdf
Download.png Ringversuchszertifikat April 2016.pdf
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