IGF-I (Somatomedin C)

IGF-I, Insulin-like Growth Factor-I, Somatomedin C

Kategorie Laboruntersuchung
Stand13.07.2020
Abrechenbarkeit EBM abrechenbar
ErbringerEigenleistung
MethodeCLIA
Material0,5 ml Serum
Indikation
Diagnostik von Wachstumsstörungen im Kindesalter sowie von Akromegalie, Therapiekontrolle bei STH-Substitution
Richtwert
siehe Befundbericht
Interpretation
Erniedrigte Werte auch bei chronischer Malnutrition, chronischen Krankheiten und Hypothyreose.
Kurzinformation
Geringere Tagesschwankungen als bei STH.
 
Biotin kann den Test stören!
Bis zu einer Biotinkonzentration von 73,3 ng/ml wurden vom Hersteller keine Interferenzen nachgewiesen. Bei höheren Biotinkonzentrationen in der Probe besteht die Gefahr falsch niedriger Messwerte. Sofern möglich sollte auf die Einnahme biotinhaltiger Präparate für 24 Stunden vor der Probennahme verzichtet werden.
Zusatzinformation
Hintergrund
Insulin-like Growth Factor I (IGF-I, Somatomedin C) wird vor allem in der Leber, aber auch in anderen Geweben, nach Stimulation durch Wachstumshormon (STH) gebildet. Das im Blut zirkulierende IGF-I führt in den Zielorganen zur Ausbildung der STH-spezifischen Aktivitäten. Daneben kann IGF-I im Gewebe auch lokal parakrin bzw. autokrin wirksam sein. IGF-I gehört zu einer Familie von Proteinen, zu denen auch IGF-II gehört, das ebenfalls im Gewebe als parakriner/autokriner Wachstums- und Differenzierungsfaktor wirksam ist. IGF-I ist im Blut an IGFBP-3 (IGF-Bindungsprotein 3, siehe dort) gebunden.
Da die Serumkonzentration von IGF-I stark von der STH-Sekretion abhängig ist, kann die Bestimmung von IGF-I zur Beurteilung der wegen der pulsatilen Sekretion schlecht direkt erfassbaren STH-Aktivität verwandt werden. Es spiegelt die über mehrere Tage integrierte STH-Sekretion wider. Neben STH wirkt sich aber auch der Ernährungszustand auf die IGF-I-Bildung aus.
 
Bewertung
Erniedrigte Werte von IGF-1 finden sich bei Mangel an STH, Mangelernährung, chronischen Krankheiten und Hypothyreose. Bei Verdacht auf STH-Mangel sollten niedrige Werte mittels eines STH-Stimulationstestes weiter abgeklärt werden (Arginin-Test, Insulin-Test).
Erhöhte Werte weisen auf eine vermehrte Sekretion von STH hin oder auf eine zu hohe Gabe von STH bei Substitution.
AnhängeDownload.png Ringversuchszertifikat April 2019.pdf
Download.png Ringversuchszertifikat Oktober 2019.pdf
Download.png Ringversuchszertifikat April 2020.pdf
Download.png Ringversuchszertifikat Oktober 2020.pdf