Immunglobulin D (IgD) im Serum

Kategorie Laboruntersuchung
Stand23.02.2012
Abrechenbarkeit EBM
ErbringerEigenleistung
MethodeNephelometrie
Material0,3 ml Serum
Indikation
V. a. IgD-Plasmozytom, Hyper-IgD-Syndrom
Referenzbereich
< 150 mg/l
Zusatzinformation
Hintergrund
Das im Serum sehr niedrig konzentrierte IgD sitzt membrangebunden als Antigen-Rezeptor auf B-Lymphozyten. Bindung von Antigen an IgD wirkt aktivierend auf B-Lymphozyten. Ferner kann IgD nach neuen Erkenntnissen auch Mastzellen und basophile Granulozyten aktivieren.
 
Bewertung
Monoklonale IgD-Vermehrung findet sich beim sehr seltenen IgD-Plasmozytom.
Polyklonale IgD-Erhöhungen können bei M. Hodgkin, Tuberkulose, Lepra, Aspergillose, Sarkoidose, Hyper-IgD-Syndrom (zu den periodischen Fiebersyndromen gehörende genetische Erkrankung, die mit rezidivierenden Fieberschüben, abdominiellen Beschwerden, Arthralgien etc. einhergeht) und teilweise auch in der Schwangerschaft auftreten.