Gerinnungsfaktor VII

Faktor VII

Kategorie Laboruntersuchung
Stand08.06.2016
Abrechenbarkeit EBM
ErbringerEigenleistung
MethodeKoagulometrie
Material0,5 ml Citratplasma (tiefgefroren) Plasma nicht im Kühlschrank lagern, sonst Kälteaktivierung des Faktors VII mit falsch hohen Quickwerten möglich!
Indikation
Abklärung pathologischer Quickwerte bei normaler PTT, beginnende oder leichte Gerinnungsstörung im extrinsischen System.
Referenzbereich
Erwachsene:      50 - 129 %
Kinder
 bis 3 Tage:     28 - 104 %
 bis 3 Monate:   21 - 145 %
 bis 11 Monate:  47 - 151 %
 bis 5 Jahre:    55 - 116 %
Kurzinformation
Im Prothrombinkomplex hat der Faktor VII die kürzeste Halbwertszeit (3 - 4 h). In der Initialphase der Cumarintherapie oder bei leichter Leberinsuffizienz ist daher nur der Faktor VII vermindert.
Zusatzinformation
Hintergrund
Im Prothrombinkomplex (siehe Faktor II) hat der Faktor VII die kürzeste HWZ  (3 - 4 h). In der Initialphase der Cumarintherapie oder bei leichter Leberinsuffizienz ist daher nur die Faktor VII-Aktivität vermindert.
 
Bewertung
Verminderte Faktor VII-Aktivität bei angeborener Verminderung des Faktor VII durch autosomal-rezessiven Erbgang, meist heterozygot, Blutungsneigung meist weniger stark ausgeprägt (mukokutane Blutungen). Bei Verdacht auf einen angeborenen Faktor VII-Mangel sollte eine molekulargenetische Untersuchung erfolgen.
Erworbene Mangelzustände durch Vitamin K-Mangel, Leberzellschaden, massiven Blutverlust (Verlustkoagulopathie), sehr selten durch Auto- oder Alloantikörper.
Labordiagnostisch findet sich ein pathologischer Quickwert bei normaler PTT.
 
Erhöhte Faktor VII-Aktivität in der Schwangerschaft, bei Hyperlipidämie, arterieller Verschlusskrankheit und KHK (Risikofaktor), Diabetes mellitus.
AnhängeDownload.png Ringversuchszertifikat Januar 2016.pdf
Download.png Ringversuchszertifikat Januar 2017.pdf