Gerinnungsfaktor V

Faktor V

Kategorie Laboruntersuchung
Stand08.06.2016
Abrechenbarkeit EBM
ErbringerEigenleistung
MethodeKoagulometrie
Material0,5 ml Citratplasma (tiefgefroren)
Indikation
Klärung eines erniedrigten Quickwertes, einer verlängerten PTT und/oder leichten Blutungsneigung, Beurteilung der Leberfunktion, Frühdiagnose der DIC, Kein Thrombophilietest!
Referenzbereich
Erwachsene:      62 - 139 %
Kinder
 bis 3 Tage:     34 - 108 %
 bis 3 Monate:   45 - 132 %
 bis 11 Monate:  55 - 127 %
 bis 5 Jahre:    79 - 127 %
Kurzinformation
Je schwerer der Leberzellschaden, desto ausgeprägter ist der Faktor V-Mangel. Da der Faktor V nicht Vitamin-K-abhängig ist, kann die Faktor V-Bestimmung bei pathologischem Quickwert zur Unterscheidung von Leberkrankungen und Vitamin-K-Mangel bzw. Verschlussikterus beitragen.
Zusatzinformation
Hintergrund und Bewertung
Der Gerinnungsfaktor V wird in der Leber gebildet. Je schwerer ein Leberzellschaden ist, desto ausgeprägter ist die Faktor V-Verminderung. Da der Faktor V nicht Vitamin K-abhängig ist, kann die Faktor V-Bestimmung bei pathologischem Quickwert zur Unterscheidung von Lebererkrankungen und Vitamin K-Mangel beitragen, d. h. ein erniedrigter Quick-Prozentwert  spricht  zusammen mit normaler Faktor V-Aktivität für einen Vitamin K-Mangel, mit verminderter Faktor V-Aktivität für eine Leberfunktionsstörung.
 
Angeborener Faktor V-Mangel ist selten. Erworbene, meist milde Mangelzustände bei Leberzellschaden und Verbrauchskoagulopathie. Blutungsneigung meist nicht sehr ausgeprägt (Nasenbluten, gastrointestinale Blutungen).
AnhängeDownload.png Ringversuchszertifikat Januar 2016.pdf
Download.png Ringversuchszertifikat Januar 2017.pdf