Gamma-GT (GGT)

Kategorie Laboruntersuchung
Stand20.07.2014
Abrechenbarkeit EBM
ErbringerEigenleistung
MethodeChromogenes Substrat, Photometrie
Material0,2 ml Serum
Referenzbereich
Männer: < 60 U/l
Frauen: < 40 U/l
Zusatzinformation
Hintergrund
Die Gamma-Glutamyltransferase (GGT) im Serum stammt fast ausschließlich aus der Leber, wo sie an Zellmembranen angelagert und relativ leicht freisetzbar ist. Läsionen der Hepatozyten, aber auch Enzyminduktion durch Cholestase, Alkohol oder Pharmaka führen zum Aktivitätsanstieg im Serum.
 
Bewertung
  • Wenig spezifischer, aber sehr sensitiver Indikator für Leber- und Gallenwegserkrankungen. GGT ist das sensitivste aller Cholestase-anzeigenden Enzyme.
  • Erhöht bei Hepatitis, extra- und intrahepatischer Cholestase, Lebermetastasen, Alkoholabusus, Belastung mit Pharmaka, Lösungsmitteln, Pestiziden und anderen Noxen.
  • Alkohol- und Pharmaka-verursachte GGT-Anstiege können allein durch Enzyminduktion bedingt sein (reversibel). Eine Leberschädigung ist aber anzunehmen, wenn Enzyme wie GPT, GLDH oder CHE ebenfalls im pathologischen Bereich liegen.
  • Der Quotient GGT/GOT liegt über 6 bei akuter alkoholtoxischer Hepatitis, unter 1 bei akuter Virushepatitis.
  • Normale GGT und Cholinesterase schließen eine Leber-/Gallenwegserkrankung mit hoher Wahrscheinlichkeit aus.
AnhängeDownload.png Ringversuchszertifikat Januar 2016.pdf
Download.png Ringversuchszertifikat Juli 2016.pdf
Download.png Ringversuchszertifikat Januar 2017.pdf
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