Fibrinogen (nach Clauss)

Faktor I

Kategorie Laboruntersuchung
Stand06.06.2016
Abrechenbarkeit EBM
ErbringerEigenleistung
MethodeKoagulometrie
Material1,0 ml Citratplasma
Indikation
V. a. Fibrinogenmangel bei hämorrhagischer Diathese, V. a. Dysfibrinogenämie, Verbrauchskoagulopathie oder Hyperfibrinolyse. Kontrolle einer Fibrinolysetherapie
Referenzbereich
238 - 498 mg/dl
Interpretation
Vermindert bei Verbrauchskoagulopathie, Hyperfibrinolyse, Leberinsuffizienz
Erhöht bei Akute-Phase-Reaktion, Entzündungen, Tumoren, postoperativ
Eine dauerhafte Erhöhung (> 300 mg/dl) gilt als Risikofaktor für die Arteriosklerose.
Zusatzinformation
Hintergrund
Das in der Leber synthetisierte Fibrinogen wird als zentrales Protein der Gerinnungskaskade  (Faktor I) durch Thrombin in unlösliches Fibrin umgewandelt. Als Akute-Phase-Protein steigt es bei entzündlichen Prozessen mit einer Verzögerung von 24 - 48 h deutlich an. Eine dauerhafte Erhöhung (> 300 mg/dl) gilt als Risikofaktor für eine Arteriosklerose. Bei V.a.Dysfibrinogenämie wird die Bestimmung des immunologischen Fibrinogens empfohlen. Die Fibrinogen-Bestimmung nach Clauss ist eine Bestimmung der Fibrinogen-Aktivität.
 
Bewertung
  • Vermindert bei Verbrauchskoagulopathie, Hyperfibrinolyse, Leberinsuffizienz, Dysfibrinogenämie, Nebenwirkung einer Valproinsäure-Therapie.
  • Erhöht bei Akute-Phase-Reaktion, Entzündungen, Tumoren, postoperativ, nach Trauma, Herzinfarkt, bei Eiweißverlusten kompensatorisch erhöhte Fibrinogensynthese.
AnhängeDownload.png Ringversuchszertifikat September 2016.pdf
Download.png Ringversuchszertifikat September 2017.pdf