DHEA (Dehydroepiandrosteron)

Dehydroandrosteron

Kategorie Laboruntersuchung
Stand22.06.2016
Abrechenbarkeit EBM
ErbringerEigenleistung
MethodeELISA
Material
2 ml Serum
Referenzbereich
Frauen: 1,3 –  9,8 ng/ml
Männer: 1,8 – 12,5 ng/ml   
Interpretation
DHEA erhöht bei Hirsutismus und Virilisierung der Frau, polyzystischen Ovarien, Androgen produzierenden NNR-Tumoren, adrenogenitalem Syndrom, Zentralem Cushing-Syndrom.
 
DHEA vermindert bei NNR-Insuffizienz.
Kurzinformation
Die Bestimmung von DHEA-S ist i. a. vorzuziehen, da DHEA in geringeren Plasmakonzentrationen als die sulfatierte Form DHEA-S vorliegt und eine kürzere HWZ besitzt.
Die DHEA-Konzentration wird durch Therapie mit Glucocorticoiden supprimiert.
Zusatzinformation
DHEA ist ein Steroid-Prohormon, das in der Leber zu Testosteron metabolisiert wird. Die sulfatierte Form ist Dehydroepiandrosteronsulfat (DHEA-S).
DHEA wird bei Männern und Frauen in der Zona reticularis der Nebennierenrinde (NNR) gebildet. Bei Frauen erfolgt die Synthese zusätzlich zu etwa 30% in den Ovarien.
Die vom Körper synthetisierte DHEA- Konzentration ist alters- und geschlechtsabhängig, darüber hinaus unterliegt die DHEA-Konzentration einer Tagesrhythmik.
Das freie, nicht sulfatierte DHEA wirkt in der Körperperipherie androgen entsprechend den Effekten von Testosteron. Die androgene Wirkung ist jedoch deutlich schwächer, als die des Testosterons.
Synthetisches DHEA wird häufig zu Dopingzwecken missbräuchlich verwendet. In Deutschland gilt die Substanz als Medikament und darf nur zu medizinischen Zwecken verwendet werden, in anderen Ländern (USA) wird DHEA auch als Nahrungsergänzungsmittel frei verkauft. Die unkontrollierte Anwendung von DHEA gilt wegen seiner Nebenwirkungen – insbeondere der Leberbelastung – als sehr fragwürdig.
AnhängeDownload.png Ringversuchszertifikat März 2017.pdf