Abklärung chronische Müdigkeit

IGeL-Profil 64, Chronisches Erschöpfungssyndrom, Chronic Fatigue Syndrome, CFS

Kategorie IGeL-Profil
Stand08.04.2009
Abrechenbarkeit EBM
ErbringerEigenleistung
Material3 ml Serum (lichtgeschützt) 2 ml EDTA-Vollblut
Enthaltene Parameter
EDTA-Vollblut: Blutbild (groß)
Serum: Cortisol, TSH, FT3, FT4, Ferritin, Folsäure, Vitamin B12, Selen, Zink
Zusatzinformation
Hintergrund
Chronische Erschöpfungszustände können vielerlei Ursachen haben. Neben Mangelerscheinungen (z. B. Eisen, Spurenelemente, Vitamine) können Störungen des Hormonsystems oder chronische Infektionen (z.B. bei geschwächtem Immunsystem) eine lang anhaltende Müdigkeit bewir­ken. Auch psychische und physische Überlastung (Stress) kann zu chroni­schen Erschöpfungszuständen führen. Hierbei kommt es häufig zu einer vermehrten Ausschüttung des „Stresshormons" Cortisol. Cortisol vermin­dert u. a. die Funktion der Immunabwehr des Organismus und trägt so zu einer Immunschwäche bei.
Ein wissenschaftlich eindeutiges pathogenetisches Konzept für das sog. „Chronische Erschöpfungssyndrom" (chronic fatigue Syndrome, CFS) konnte bislang nicht gefunden werden. Hier spielen möglicherweise eine chro­nische Viruspersistenz nach durchgemachter Infektion und/oder immuno­logische Vorgänge eine Rolle. Es wird empfohlen, zunächst eine Basis­diagnostik zum Ausschluss anderer Ursachen (hormonelle Störungen, Mangel an Eisen, Vitaminen, Spurenelementen) vorzunehmen, die im nach­folgenden Profil zusammengefasst sind.
 
Profilbestandteile
Blutbild, groß  
TSH (Schilddrüsenfunktion)  
FT3 (Schilddrüsenfunktion)  
FT4 (Schilddrüsenfunktion)  
Cortisol ("Stresshormon" der Nebenniere)  
Ferritin (Eisenreserven des Organismus)
Folsäure (Folat)
Vitamin B12
Selen (Spurenelement)
Zink (Spurenelement)