AK gg Acetylcholin-Rezeptor

Kategorie Laboruntersuchung
Stand19.07.2016
Abrechenbarkeit EBM
ErbringerEigenleistung
MethodeRIA
Material0,3 ml Serum
IndikationV. a. Myasthenia gravis (okulär, generalisiert)
Referenzbereich
< 0,4 nmol/l
Kurzinformation
siehe AK gg Titin, AK gg MuSK
Unter D-Penicillamin-Therapie können bei Patienten mit RA in seltenen Fällen (etwa 1%) AChR-AK in niedrigen Konzentrationen nachgewiesen werden.
Zusatzinformation
Hintergrund
Autoantikörper gegen verschiedene Epitope des Acetylcholin-Rezeptors an der motorischen Endplatte quergestreifter Muskulatur treten insbesondere bei Myasthenia gravis auf. Diese äußert sich klinisch (Manifestation meist bei 20- bis 40-Jährigen) durch wechselnd intensive Ermüdungslähmungen, oft zuerst der Augenlid-, äußeren Augen- und Pharynxmuskulatur (Ptose, Doppelbilder, Schluckstörungen).
 
Bewertung
Die Sensitivität der AK gegen Acetylcholin-Rezeptor liegt bei generalisierter Myasthenia gravis im akuten Stadium bei 80 - 90 %, in Remission bei 30 %, bei okulärer Minorform bei 55 - 70 %. Die Titerhöhe korreliert nur individuell mit den klinischen Symptomen. Ein Titeranstieg kann einer klinischen Verschlechterung mehrere Wochen vorausgehen, ein Titerabfall > 50 % ist oft mit einer Besserung der klinischen Beschwerden verbunden.
Neben Myasthenia gravis werden die AAK selten beim Lambert-Eaton-Syndrom und bei amyotropher Lateralsklerose (in etwa 5 %) nachgewiesen, außerdem niedrigtitrig bei Rheumatoider Arthritis unter Penizillamin-Therapie.
Literatur
Conrad K, Schößler W, Hiepe F. Autoantikörper bei organspezifischen Autoimmunerkrankungen. Ein diagnostischer Leitfaden. Dustri Verlag, 2011. (160)
AnhängeDownload.png Ringversuchszertifikat März 2016.pdf
Download.png Ringversuchszertifikat März 2017.pdf